Gau Essen

 

Der Gau Essen gehörte terretorial gesehen zum Land Preußen. Am 1.8.1928 wurde der Großgau "Ruhr" auf Grund Führungsstreitigkeiten aufgelöst und es entstanden der Gau Westfalen und Essen sowie Düsseldorf als gauunabhängige Städte, die der Reichsleitung direkt unterstanden.

Im April 1930 wurden Düsseldorf und Essen zu Gauen erhoben.

Gau Essen umfasste nun die Städte Essen, Duisburg, Mülheim, Oberhausen und die Kreise Rees und und Dinslaken.

Am 1.7.1932 kamen die Kreise Geldern, Kleve und Moers hinzu.

Der Gau Essen wurde in viele Kreise und Ortsgruppen unterteilt und war der kleinste der 4 Gaue im Rheinland.

Gauleiter war Josef Terboven (Gründer der Ortsgruppe Essen), stellvertretender Gauleiter war SS-Gruppenführer Fritz Schleßmann (April 1940 – Mai 1945).

(Bildquelle: Essener Allgemeine Zeitung von 1933)

Einwohnerzahlen der Stadt Essen (ohne Landkreise):

 

1880:       56.944

1885:       65.064

1890:       78.706

1900:      118.862

1910:      294.653

1925:      470.524

1933:      654.461

1939:      664.523

Die nationale Erhebung in Essen

Quelle für nachfolgenden Bilder: "Essener Allgemeine Zeitung - Gedenkblatt zur nationalen Erhebung 1933" und "Wochenschau - Westdeutsche Illustrierte Zeitung"

 

(Text und Wortlaut aus der Essener Allg. Zeitung übernommen und zusammen gefasst)

20.April 1933, Oberbürgermeister Dr.Reismann-Grone gibt die Verleihung der Ehrenbürgerschaft für Adolf Hitler bekannt.

Nationalfeiertag (21.März 1933)

 

Bereits um 6.30 Uhr in der früh ziehen Musikkapellen der Schutzpolizei, SA, SS und HJ durch die schwarz-weiß-rot geschmückten Strassen der Stadt um den "Tag von Potsdam" zu feiern. Die Strassen füllen sich von Minute zu Minute.

Um 9.30 gibt es einen Feldgottesdienst in der großen Ausstellungshalle.

 

In der Lichtburg hören über 2000 Mann der SA und SS die Ereignisse über den "Tag von Potsdam" über den Rundfunk. Die zuvor geführte Rede führte der Adjutant des Kreisleiters, Geiger.

Nachfolgend ein Bild vom Feldgottesdienst

Ab Mittag werden die Festlichkeiten in die Innenstadt verlegt. Die Schutz- und Hilfspolizei hält auf dem Adolf-Hitler-Platz eine große Parade ab, die Tausende von Leuten anzieht.

Polizeipräsident Dr.Wiesmann hält eine Rede vor den aufgetretenen Mannschaften. Nach der Rede erschallt das Deutschlandlied.

Anschließend wird die Parade aus Angehörigen des Stahlhelms, Kyffhäuserjugend, Kriegervereins und der Technischen Nothilfe angenommen.

Die Parade führt bis hin zur "Heimlichen Liebe", dort sind riesige Scheiterhaufen aufgestellt und werden in der Abendstunden entzündet.

Ca.40-50.000 Menschen sind dabei - gegen Spätabends ziehen die Massen in einem langen Fackelzug wieder zurück zum Adolf-Hitler-Platz, wo sie sich langsam auflösen.

Die Rede von Polizeipräsident Dr.Wiesmann

Der Stahlhelmbund auf der Parade

Erste Sitzung der neuen Stadtverordneten

 

Am 7.April 1933 kommt die neuen Stadtverordneten zu ihrer ersten Sitzung zusammen.

Die Sitzung wurde feierlich durch eine Parade der SA.Standarte zum Essener Rathaus begleitet.

Bei der Sitzung sind u.a. anwesend:

  • Oberbürgermeister Dr.Reismann-Grone
  • Kreisleiter Freytag
  • Franktionsführer Dr.Jansen
  • Zentrumsführer Sallenberg

Tausende Manschen hörten per Lautsprecher auf dem Rathausplatz der Sitzung zu.

Kreisleiter Freytag bei der ersten Stadtverordnetensitzung

Parade der SA-Standarte

Die Lautsprecherübertragung auf dem Rathausplatz

Des Führers Geburtstag (20.April 1933)

 

Auch ein Essen wurde der Geburtstag des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler gefeiert.

Es gab eine Nachtkundgebung mit Fackelumzug und Rede des Kreisleiters Freytag auf dem Adolf-Hitler-Platz.

Nachtkundgebung auf dem Adolf-Hitler-Platz um ca. 0:30 Uhr

Ausgabe der Fackeln für den Umzug

Menschenmenge bei der Nachtkundgebung

SA und Schutzpolizei auf dem Adolf-Hitler-Platz (Vorne Links, Sturmbannführer Dahlem der Standarte 58) 

Jubelnde Menschenmenge

Nachfolgend 2 Bilder von der Unterzeichnung des Ehrenbriefes der Stadt Essen für den Reichskanzler

 

Auf dem ersten Bild sind zu sehen (das Horst-Wessel-Lied singend):

  • Dr-Reismann-Grone (mittig in Uniform)

Links anschließend:

  • Bürgermeister Hahn
  • Dr. Meurer
  • Dr.Fischer
  • Stadtrechtsrat Dr.Jänke
  • Stadtrechtsrat Dr.Tallies

Rechts anschließend:

  • Schriftführer Bode (hinter dem Mikrophon)
  • Dr.Richter
  • Weber
  • Studienrat Dr.Bubenzer
  • Stadtrechtsrat Dr.Schneider



Nationaler Feiertag des deutschen Volkes (1.Mai 1933) - "Tag der Arbeit"

 

Der 1.Mai wurde durch die Nationalsozialisten zum gesetzlichen Feiertag und besteht bis heute.

Am 1.Mai 1933 wurde er zum ersten Mal gefeiert.

 

Alle Vereine und Organisationen waren an diesem Tag auf Paraden und Veranstaltungen unterwegs.

Auf dem Sportplatz "Am Krausenbäumchen" gab es eine Massenkundgebung mit zehntausenden von Menschen.

Nachfolgend ein Bild bei den feierlichkeiten im Verwaltungsgebäude der Firma Krupp. Dr.Krupp von Bohlen und Halbach am Rednerpult.

Eine Gruppe von Amtsverwaltern der NSDAP

Menschenmenge auf dem Marktplatz in Essen-Stoppenberg

Das beleuchtete Rathaus bei Nacht

SA und SS Truppen auf dem Adolf-Hitler-Platz vor dem Abmarsch zum Sportplatz "Am Krausen-Bäumchen"

SS Musikzug der SS.Standarte 25 auf der Rellinghauser Straße

Jugendumzug auf dem Weg zum "Krausen Bäumchen"

Unzug der Metzger

Kolonial-Kundgebung (25.April 1933)

Berliner Straße in Essen-Steele

Tonkünstler und Musiklehrer

Kolonial-Kundgebung im Saalbau, organisiert durch den Frauenbund der deutschen Kolonialgesellschaft

Nationaler Feiertag des deutschen Volkes (1.Mai 1940)

Auch im Krieg wurde der Feiertag groß inszeniert. Die beiden nachfolgenden Bildern zeigen die Feierlichkeiten in der Lokomotivhalle der Firma Krupp.

Während dieser Zeremonie wurden 198 Betriebe als NS-Musterbetriebe durch die Reichsarbeitskammer ausgezeichnet.

 

Auf dem ersten Bild, in der ersten Querreihe von links nach rechts:

  • Oberbürgermeister Dillgardt
  • Polizeipräsident Gutenberger
  • als übernächstes Reichsminister Dr.Todt
  • Dr.Krupp von Bohlen und Halbach
  • Präsident des italienischen Industrieverbandes Tapoferri
  • Reichsorganisationsleiter Dr.Ley
  • Reichsminister Rodolf Heß
  • stellvertretender Gauleiter Schleßmann

 

Auf dem zweiten Bild Rudolf Heß bei seiner Ansprache.

Große Volkskundgebung (17.Mai 1933)

 

Auf dieser Kundgebung wurde gegen die "Unterdrückung" des deutschen Volkes durch das Ausland protestiert.

Kundgebungen wurden in allen Stadtteilen abgehalten und vorallem auf dem Adolf-Hitler-Platz in der Innenstadt.

Dort wurde auch die Rede des Führers per Lautsprecher übertragen.

Nach der Führerrede griffen der Adjutant der Kreisleitung der NSDAP (Standartenführer Dahlem), Stahlhelmführer Schmitz und der Vertreter des Kreiskriegerbundes Siepmann das Wort auf und wiesen ebenfalls auf die Bedeuteung dieses Tages hin.

Diverse Fahnenabordnungen vor der Freitreppe

Menschenmassen hören die Rede des Führers