Das Ruhrtal

Nachfolgend 4 Postkarten aus dem Jahre 1928, die jeweils die Ruhr zeigen



Der Baldeneysee

 

Der Bau des Sees ist ein ganz einfacher, er dient zur Reinhaltung der Ruhr. Durch Anstauen eines Flusses sinkt dessen Fließgeschwindigkeit und Schmutzpartikel sinken hinab und setzen sich ab. Diese können dann biologisch abgebaut werden.

Viel Abwässer werden zu dieser Zeit einfach in die Ruhr geleitet.

 

Der Baldeneysee entwickelt sich schnell zu einem Sport- und Freizeitgebiet für die Bewohner des Reviers.



(Bildquelle: Wochenschau Ausgabe)

Bau des Baldeneysees und des Stauwehrs

"Der größte Stausee im Tale der Ruhr"

 

Das Projekt "Baldeneysee" wurde in nur 2 Jahren durch den Ruhrverband realisiert. Er wurde der größte und dritte Stausee dieser Zeit Dies war auf Grund einer riesigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme möglich - über 100.000 arbeitslose Essener hoben mit Schaufel und Spaten das Seebecken aus und errichteten das Stauwehr.

2 Mann mussten täglich 40 Loren am Tag füllen, für einen Mehrsoll gab es Zusatzzahlungen z.B in Form von Zigaretten.

Die beim Bau eingesetzten Arbeitskräfte hatten anschließend bis zu einem Jahr Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung.

 

1932 gab es in Essen mehr als 26.000 Arbeitslose unter 25 Jahren.

Sie bekamen zwischen 1-1,8 RM Tageslohn, dazu eine warme Mahlzeit.

  • bis 18. Jahre 1,- RM
  • ab 18 Jahre 1,5,- RM
  • ab 21 Jahre 1,8,- RM

Es gab zahlreichen Hindernisse wie z.B. die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise von 1929 und Hochwässer.

 

Der See wird ohne große Eröffnungsfeier "in Betrieb genommen", der Probestau findet im Februar 1933 statt, das angeschlossene Kraftwerk nimmt im Mai 1933 seine Stromproduktion auf und die "Weiße Flotte" nimmt ab Juni 1933 ihre Fahrten auf dem See auf. Eine Fahrt kostet 20 Pfenning und bis Ende des Jahres ca. eine halbe Millionen Gäste dieses Angebot war.

 

Es war eine Stromerzeugung von 32,5 Millionen KWH bei Volllast angepeilt.



Nachfolgend ein Blick auf die Baustelle des Stauwehrs am 15.7.1932

Nachfolgend ein "Panoramabild" während des Baus des Stauwehrs aus dem Oktober 1932

Nachfolgend 2 Bilder von der Baustelle

(Bildquelle: WAZ-Zeitung)

Nachfolgend Bilder, die den Bau des Stauwehres dokumentieren (Quelle: Wochenschau Heft 13, 26.März 1933)



Nachfolgend 3 Bilder eine LW Soldaten beim Ausflug mit seiner Familie zum Baldeneysee. Auf den ersten beiden Bildern sieht man schön den Förderturm der Zeche Carl-Funke in Essen-Heisingen. Auf dem letzten Bild ist das Bild aus der Hespertalbahn heraus geschossen



Nachfolgend 3 Bilder einer Betriebsfahrt einer Gemeindeverwaltung zum Baldeneysee, die letzten beiden Aufnahmen sind an der Regattastrecke aufgenommen worden



Nachfolgend eine gelaufene Postkarte aus dem Jahr 1937 mit dem Wehr als Motiv