Brotbeutel M1887

Der Brotbeutel Modell 1887 wurde auch noch im 1.Weltkrieg ausgegeben, später auch in Ersatzmaterial.

Nachfolgend der Stempel des Brotbeutels "BA XI 1917", steht für XI.Armeekorps, ausgegeben 1917

Brotbeutel M31

Der Brotbeutel M31 wurde 1931 in der Reichswehr eingeführt und hatte am oberen Ende 2 Laschen und einen Haken, um diesen am Koppel zu befestigen. Es gibt auch eine langen Schulterriemen, der mit Haken an den D-Ringen befestigt wird. Diese Art war den Soldaten jedoch zu unpraktisch, sie bevorzugten die Halterung direkt am Koppel.

 

Die aufgenähten Schlaufen und D-Ringe dienten zu Aufnahme des Kochgeschirrs und der Feldlasche.

Im Beutel selber wurde, Brot, die Eiserne Ration und die persönliche kleine Dinge des Soldaten transportiert.

 

Die Brotbeutelfertigung wurde im Laufe des Krieges vereinfacht, auch die Qualität nach zum Schluß des Krieges drastisch ab.

 

Die Luftwaffe besaß ebenfalls Brotbeutel, jedoch in blauer Farbe.

Nachfolgend ein Brotbeutel M31 des Heeres

Nachfolgend ein Brotbeutel der Luftwaffe in luftwaffenblau, sonst baugleich zum Heeresmodell

Feldflasche M31

Die Feldflasche M31 bestand aus einem aus Alu und war nahtlos gezogen. Das Fassungsvermögen betrug 0,8 Liter, die des Bechers 3/8 Liter.

Um die Flasche wurde ein Überzug aus Filz gepannt, welcher mit Druckknöpfen geschlossen wurde. Dieser konnte bei Bedarf naß gemacht werden und kühlte somit den Inhalt über einen gewissen Zeitraum.

Die Beriemung diente zum zusammen halten von Flasche und Becher sowie zur Befestigung am Brotbeutel. 

 

Im Laufes des Krieges wurde die Produktion vereinfach z.B. durch Flasche aus Stahl, kleinerer Becher, Umstellung einiger Teile aus Bakelit und die Isolierhülle wurde durch einen holzartigen Kunststoff ersetzt.

Nachfolgend 2 Bilder einen Feldflasche M31, der Becher wird mit einer Schlaufe festgebunden. Der Haken ist zur Anbringung am Brotbeutel gedacht.

Nachfolgend das Herstellerkürzel "QHW" mit Jahreszahl 1937

Kochgeschirr M31

Das Kochgeschirr M31 bestand aus nahtlos gezogenem Alublech mit einem Fassungsvermögen von 1,7 Liter. Spätere Kriegsfertigungen bestanden aus Stahlblech.

Das Geschirr wurde mit einem mattdunkelgrauen, ab 1941 mit einem olivgrünen Anstrich versehen.

Nachfolgend ein Kochgeschirr M31 in einem gebrauchtem Zustand.

Nachfolgend 2 Bilder von den Stempeln auf dem Kochgeschirr. Bild 1 vom Deckel mit Herstellerkürzel "HRE" und Jahrezahl 1938, Bild 2 vom Topf mit "FSS" und 1936.

Nachfolgend die häufigste Trageweise des Kochgeschirrs und der Feldflasche am Brotbeutel, sie werden in die D-Ringe eingehängt.