Das Kriegsverdienstkreuz 1939

Kriegsverdienstkreuz 1. und 2.Klasse sowie Kriegsverdienstmedaille

 

Das Kriegsverdienstkreuz 1. und 2.Klasse (KVK1 und KVK2) wurde mit und ohne Schwerter (mit X / ohne X) verliehen. Stiftungsdatum 18.Oktober 1939.

Am 19.August 1940 wurde das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes (RKdKVK) mit und ohne Schwerter sowie die Kriegsverdienstmedaille (KVM) gestiftet.

 

Die Auszeichnung konnte an Soldaten und Zivilisten verliehen werden.

 

 

Auszug aus Stiftungsverordnung:

 

"Als Zeichen der Anerkennung für Verdienste in dem uns aufgezwungenen Krieg, die keine Würdigung durch das Eiserne Kreuz finden können, stifte ich den Orden des Kriegsverdienstkreuzes.

 

Das Kriegsverdienstkreuz wird verliehen

  • mit Schwertern für besondere Verdienste bei Einsatz unter feindlicher Waffeneinwirkung oder für besondere Verdienste in der militärischen Kriegführung.
  • ohne Schwerter für besondere Verdienste bei der Durchführung von sonstigen Kriegsaufgaben, bei denen ein Einsatz unter feindlicher Waffeneinwirkung nicht vorlag.



Die Kriegsverdienstmedaille wird für Verdienste bei Durchführung von Kriegsaufgaben verliehen. Es müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • das Vorliegen von Verdiensten
  • die verdienstvolle Mitarbeit an der Durchführung von Kriegsaufgaben

wobei eine mindestens sechsmonatige Arbeit Voraussetzung ist.

 

Die Verleihung der einzelnen Klassen richtet sich lediglich nach den Verdiensten und ist nicht gebunden an Dienstgrad und Dienststellung. Die Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes 1. Klasse ohne vorherige Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes 2. Klasse soll auf besonders hervorragende Verdienste beschränkt werden. In diesen Ausnahmefällen wird die 2. Klasse zugleich mit der 1. Klasse verliehen."

Die 2.Klasse sowie die Medaille wurde an einem Band verliehen. Am Verleihungstag war es üblich die Auszeichnung mitsamt Band im Knopfloch zu tragen.

Danach wurde nur noch das Band im Knopfloch oder an der Feldspange über der linken Brusttasche getragen.

 

Die 1.Klasse war ein Steckabzeichen und wurde auf der linken Brusttasche getragen.

Nachfolgend ein komplettes Set für die Kriegsverdienstmedaille 1939 des Herstellers Berg & Nolte, Lüdenscheid

Nachfolgend eine Urkunde zur Kriegsverdienstmedaille für einen Lokomotivführer in Essen-Frintrop

Nachfolgend eine Urkunde zur Kriegsverdienstmedaille an einen Meister aus Essen, ausgestellt am Tag der Arbeit den 1.Mai 1942

Nachfolgend ein komplettes Set für das KVK 2.Klasse mit X des Herstellers Ferdinand Wiedmann, Frankfurt am Main. 

Nachfolgend eine Urkunde für das KVK 2.Klasse mit X für eine Frau beim Luftschutz-Warnkommando Essen, ausgestellt am 5.März 1945.

Nachfolgend eine Urkunde zum KVK 2.Klasse mit Schwertern, ausgestellt am 1.Dezember 1944 für einen Kriminal-Sekretär aus Essen

Nachfolgend eine Urkunde zum Kriegsverdienstkreuz 2.Klasse mit Schwerter für einen Gefreiten, ausgestellt am 5.Mai 1943 durch den Heimat Kriegs Pionier Park Essen (Kriegsgefangenenlager Pionierpark Borbeck)

Nachfolgend ein komplettes Set für das KVK 2.Klasse ohne X des Herstellers Deschler & Sohn, München.

Nachfolgend eine Urkunde zum KVK 2.Klasse ohne Schwerter, ausgestellt am 30.Januar 1944 an eine Hilfsschrankenwärterin aus Essen-Altenessen.

Nachfolgend eine Urkunde zum Kriegsverdienstkreuz ohne Schwerter für einen Portier aus Essen, ausgestellt am 12.August 1943

Nachfolgend ein Halbetui für das KVK 2.Klasse der 2.Form mit LDO-Logo auf der Deckelinnenseite. Diese Etuis waren im freien Handel käuflich zu erwerben.

Nachfolgend ein komplettes Set des Hersteller 62 (Kerbach & Oesterhelt, Dresden) bestehend aus KVK1 mit X, Etui und Überkarton

Nachfolgend eine Urkunde für das Kriegsverdienstkreuz 1.Klasse mit Schwerter für einen Reichsbahndirektor des Reichsbahndirektion Essen vom 24.Dezember 1944

(interessant ist, dass der Urkundenvordruck mit dem Zusatz "mit Schwertern" mit der Schreibmaschine ergänzt wurde)

Das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz

 

Als nächst höhere Stufe zum Kriegsverdienstkreuz 1.Klasse wurde das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz am 19.August 1940 gestiftet.

 

Diese Stufe wurde sehr sparsam verliehen. Sie wurde auch wieder mit Schwertern (für eine Tat unter feindlicher Waffeneinwirkung) und ohne Schwerter (ohne feindliche Waffeneinwirkung) verliehen.

 

Zudem gab es noch eine Sonderstufe:

  • Das Goldenen Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz

 

Diese Stufe wurde nur 2mal verliehen und zwar an:

  • Franz Hahne, Obermeister in der Firma Rheinmetall-Altmärkische Kettenwerke (Alkett) am 20.April 1945
  • Dipl.-Ing. Karl Otto Saur, Hauptdienststellenleiter und Amtschef im Reichsministerium für Rüstung, ebenfalls am 20.April 1945

 

Das Ritterkreuz war eine Halsdekoration und wurde an einem Ordensband um den Hals getragen.