Der 1.Weltkrieg in Essen-Heisingen

"Absturz eines Großkampfflugzeuges"

 

Am 6.Mai 1918 starben 8 Soldaten des Fliegerkorps bei einem Absturz in Heisingen. Das am Heisinger Berg zerschellte Flugzeug war ein Großkampfflugzeug der Typs "Abatros (Lizenzbau Zeppelin-Staaken) R.VI mit der Nummer 38/16 der RFEA". 

 

Das Flugzeug gehörte zur Riesenflieger-Ersatz-Abteilung. Diese lag ab 1917 in Köln. 

Am 6.Mai 1918 war das Flugzeug mitsamt Besatzung auf dem Weg von Hannover nach Köln.Es versuchte wohl auf Grund starken Nebels in den Ruhrwiesen notzulanden und prallte dabei gegen einen Berg.

Dabei starben 7 Besatzungsmitglieder und einer wurde schwer verletzt.

 

(Bildquelle: Wanderführer zu den historischen Stätten in Heisingen)

 

2500 Bürger gaben den Toten die letzte Ehre, die Toten wurden später in ihre Heimat überführt.

Den Gefallenen wurde ein Denkmal errichtet, welches mit der Zeit zerfiel und 1992 durch eine Bürgerinitiative restauriert wurde.

(Bildquelle: Wanderführer zu den historischen Stätten in Heisingen)

 

Die Namen der Gefallen Besatzung lauten wie folgt:

 

  • Olt Hans Thümmler (Beobachter), Geboren: 17.05.1892 in Dresden (vorher 8.Feldart.Rgt.78)
  • Lt Waldemar Potempa (Pilot), Geboren: 22.06.1892 in Berlin
  • Wilfried Klaunburg (Pilot), Geboren in Hannover
  • Gef. Otto Aust, Geboren in Berlin
  • Gef. Jakob Burgmayer, Geboren in Utsch
  • Gef. Siegfried Henning, Geboren Köschütz
  • Uffz Bruno Perwas, Geboren in Danzig

 

Einzig Überlebender war Wilhelm Fräßdorf aus Magdeburg, dieser legte am 20 Jahrestag den Gefallenen einen Gedenkkranz an die Absturzstelle. 

 

3 Gefallene wurden schon 1918 in die Heimat überführt, die anderen folgten später nach.



Nachfolgend eine Postkarte mit dem Motiv "Kriegerdenkmal in Essen-Heisingen

 

Das Kriegerdenkmal stand vor dem Haupteingang der Georg-Schule.

Zeche Carl Funke

(Bildquelle: Wochenschau Ausgabe)

Heisingen in der der Zeit von 1933-1945

Nachfolgend Spendenbelege des Winterhilfswerkes (WHW) für das Hotel Hasselkuß in der Bahnhofstraße 101, Essen-Heisingen

Auch der kleine Stadtteil Heisingen hatte im Krieg Tote zu beklagen, nachfolgend ein Sterbebild eine Flugzeugführers, der in Heisingen geboren wurde

Heisingen in der Nachkriegszeit

Die Stadt Essen gehörte in die britische Besatzungszone und wurde von dieser verwaltet.

Nachfolgend ein Personalausweis für einen Jungen wohnhaft in Essen-Heisingen, ausgestellt in der britischen Zone